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Ein Krebstagebuch nominiert

Wednesday, 3. February 2010 13:47

Die Dokumentation Ich will ja leben, oder? – Ein Krebstagebuch von und mit Kathrin Spielvogel wurde nun für den Adolf-Grimme-Preis 2010 nominiert. In der Kategorie Information & Kultur wurde der Film neben 17 weitere Produktionen nominiert, große und ebenfalls sehr starke Konkurrenz, aber allein schon die Nominierung dürfte eine hohe Auszeichnung sein.

Die offizielle Pressemitteilung dazu lautet:

Die Dokumentation /„Ich will ja leben, oder?“ – Ein Krebstagebuch,/ von den Hamburgern Schauspielerin Kathrin Spielvogel und Filmemacher Nicholas Feustel, wurde an diesem Mittwoch für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.*

Kathrin Spielvogel war 34, als der größte Alptraum ihres Lebens begann: Nach der Diagnose Brustkrebs musste sie sich eine Brust abnehmen lassen und anschließend eine hochdosierte Chemotherapie durchleben, da der Krebs schon gestreut hatte. Intuitiv begann sie, ein Videotagebuch zu führen und sich selbst zu filmen. Nicholas Feustel, ein langjähriger Freund, hat aus dem Material, zusammen mit Kathrin, diesen Film gemacht.

Die beiden haben den Film auf eigene Faust produziert, ohne Budget und ohne Sendeplatz, weil es ihnen am Herzen lag, Kathrins Geschichte zu erzählen. So oft hatte sich Kathrin während ihrer Erkrankung gewünscht, es gäbe Bücher oder Filme, die von dem persönlichen Alltag einer jungen Krebspatientin erzählen würden, jenseits der rein medizinischen Fachliteratur.

Auf der MIPDoc, einer Dokumentarfilm-Messe in Cannes, konnten die beiden das Interesse von Jörg Hinners, Leitender Redakteur von Spiegel TV, gewinnen. Ein gutes halbes Jahr später, im Dezember 2009, lief der Film dann bei Spiegel TV auf VOX.

Nun wollen Kathrin Spielvogel und Nicholas Feustel mit dem Film auf Tour gehen: mit einer Kombination aus Film-Vorführung und anschließendem Live-Vortrag von Kathrin darüber, wie sie es geschafft hat, in ein normales Leben zurückzukehren. Auch eine DVD wird es geben, die auf der Website des Films www.ichwilljaleben.de bestellt werden kann.

Der 46. Adolf-Grimme-Preis wird dieses Jahr am 26. März 2010 in Marl, dem Sitz des Adolf-Grimme-Institut, verliehen.

Thema: Verleihung | Kommentare (0) | Autor: sCp

Ich will ja leben, oder? – Ein Krebstagebuch

Wednesday, 16. December 2009 15:30

Gestern Abend habe ich wie so oft mal ein wenig durch die Fernsehlandschaft gezappt, nachdem ich mir erneut den großartigen Jim Carey in Lemony Snickets gegönnt hatte. Ich blieb bei einer Vorschau auf VOX hängen, zur kurz danach startenden Spiegel TV Extra Ausgabe. Der Begriff Videotagebuch, war der, der mich hielt und somit habe ich zum Glück Ich will ja leben, oder? – Ein Krebstagebuch von Kathrin Spielvogel gesehen.

Ich interessiere mich generell für allerlei Dokumentationen, sei es Natur, Tiere, Technik, Weltraum, Essen, etc. pp und auch die Medizin hat immer wieder spannende und erkenntnisreiche Themen. Somit fing ich an diesen Kurzfilm mir, mit anfänglicher Skepsis, an zu schauen. Denn schnell kommen einen Gedanken wie Seelenstrip oder ähnliches in den Kopf, wenn man solche Themen in dieser sehr persönlichen Weise des Videotagebuchs, der Öffentlichkeit präsentiert.

Foto: Kathrin Spielvogel
Foto Tom Mennemann/kathrin-spielvogel.de

Kathrin Spielvogel ist zugleich auch die Person, die den Brustkrebs hat, von dessen Erstdiagnose und Therapie sie 2007 im Alter von 34 Jahren berichtet. Es ist faszinierend, erschreckend aber auch schön zugleich, wie sie die einzelnen Stadien der Therapie ihren Zuschauern vermittelt. Sie ist zwar im wahren Leben wahrhaftig eine Schauspielerin, doch diese Rolle hätte sie sich wohl nie gewünscht. Sie schafft es relativ analytisch aber im gleichen Moment auch sehr emotional ihr Martyrium zu beschreiben. Man wird hin und her gerissen und versucht sich immer wieder vor zu stellen, was wäre wenn ich oder jemand der mir nahe steht, ähnliches bewältigen müsste?

Dennoch schafft sie es immer wieder den gewissen Abstand zwischen sich und ihren Zuschauern nicht erlöschen zu lassen. Es ist ein meiner Meinung nach sehr wichtiger Film über das Thema Brustkrebs, er sensibilisiert einen dafür, es werden viele Klischees und typische Fehler gezeigt bzw. einfach vernichtet. Denn Kathrin Spielvogel lässt auch ihre Wut raus, die Wut die die Gesellschaft und alle um einen herum in ihr auslösen, ob böswillig oder nicht, Verzweiflung, Panik, Angst, Sinn des Lebens … alles geht einen durch den Kopf in einer solchen Situation. Sie schafft es die Stimmung der Ohnmacht und Hilfslosigkeit einer solchen Krankheit rüber zu bringen, ohne das sie selber dabei bemitleidenswert wirkt – eine starke Frau!

Faszinierende und wichtige Dokumentation über eine Frau und ihr Krebsleiden.

Den Bericht kann man sich nun noch 7 Tage auf dem Videoportal von VOX anschauen, einen kurzen Trailer gibt es auf Spiegel Online.

Thema: Fernsehen | Kommentare (1) | Autor: sCp

Home – Das ist unsere Erde

Saturday, 6. June 2009 14:38

Vor langer Zeit habe ich bereits einigen Arbeiten des Fotografen und Filmers Yann Arthus-Bertrand gesehen und war schon damals davon beeindruckt. Dann kam irgendwann ein Hinweis auf einen geplanten Film und in den letzten Wochen vermehrte sich die Information das besagter Film bereits fertiggestellt wurde und bald veröffentlicht wird. Um so schöner als ich mitbekam das diese Dokumentation sogar kostenlos zum Starttermin erhältlich sein sollte. Als ich dann auch noch erfuhr das der Film weltweit in 41 Sprachen quasi gleichzeitig im Kino, im Fernsehen und im Internet gezeigt wird, war mir klar der Film – Home – Das ist unsere Erde – ist ein Muss!

Und da ich in meiner Erwartung und Euphorie direkt möglichst viele damit verrückt machen musste, begab sich gestern Abend die Situation das ich mit einigen Kollegen im Büro, dem Sektor M, schön groß über Beamer diese Umweltdokumentation sehen konnte.

Die visuelle Erwartungshaltung war sehr hoch, inhaltlich konnte man nur erahnen was kommt und durch die bisherigen Ausschnitte sich ein gutes Bild machen. Doch das, was dort gezeigt wurde und von einen, meiner Meinung nach, sehr guten Sprecher dokumentiert, lies den einen oder anderen doch schon sehr nachdenklich und traurig werden. Obwohl es ein reiner Dokumentarfilm ist, kam man in die typische Situation von guten Spielfilm, man wurde in die Geschichte reingezogen und emotional gepackt. Zwischenzeitlich wurde überhaupt kein Geräusch, geschweige denn eine Diskussion geführt, es wurde einfach stillschweigend verfolgt, was uns dort geboten wurde.

YouTube Preview Image

Die unterschiedlichen Sequenzen, die Details die Farbenvielfalt der Aufnahmen waren wirklich sehr beeindruckend. Man sah Gebiete die man überhaupt nicht zuordnen konnte und zwar nicht geographisch, sondern einfach was es überhaupt ist. Viele dieser “Bilder” wirkten wie abstruse Malereien und Muster die man noch nie gesehen hat oder jemals auf den Gedanken gekommen wäre das es sowas auf unseren Planeten gibt.

Durch diese fantastischen Bilder wurden zwischendurch auch chronologische Sprünge im Zeitraffer gezeigt und so konnte man mit Schrecken verfolgen, welchen Auswirkungen schon Heute und in den letzten Jahren die Erde ausgesetzt worden ist und sich ganz leicht ausmalen, was das für unsere Zukunft bedeuten kann.

Der Dokumentarfilm Home – Das ist unsere Erde ist eine sehr packende Produktion der letzten Jahre und hat eine gute Mischung aus Schönheit und knallharten Fakten. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Ältere sollten sich diesen Film gleichermaßen anschauen, jeder wird für sich etwas aus diesem Film ziehen. Was er daraus macht, bleibt jedem selber überlassen, ich kann nur eine Aussage zitieren:

Es ist zu spät Pessimist zu sein.

Den Film kann man sich weiterhin kostenlos bei YouTube anschauen in HD.


Bei Amazon kaufen Bewertung: ★★★★★

Thema: Fernsehen | Kommentare (0) | Autor: sCp

TV-Tipp: HOME – Das ist unsere Erde

Wednesday, 3. June 2009 11:39

Am kommenden Freitag, den 5. Juni sendet der Nachrichtensender n-tv exklusiv und als Deutschlandpremiere den Dokumentarfilm HOME – Das ist unsere Erde von Yann Arthus-Bertrand ab ca 21:00 Uhr auf n-tv.

Man darf gespannt sein, denn was man bisher von Yann Arthus-Bertrand gesehen hat waren durchweg spektakuläre und atemberaubende Fotografien und Filmaufnahmen unseres Planeten!

Thema: Vorschau | Kommentare (0) | Autor: sCp